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SC Retz - SKU Ertl Glas Amstetten 2:2 (0:1)

SKU sah lange Zeit wie der sichere Sieger aus

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Unsere Mannschaft gibt einen 2-Tore-Vorsprung noch aus der Hand und ver­abschiedet sich von Fixabsteiger Retz nach einer teilweise kuriosen und abwechslungsreichen Partie mit einer Punkteteilung.


Der SKU Ertl Glas reiste nach zwei Niederlagen in Folge ja mit gemischten Gefühlen zum Fixabsteiger nach Retz, hatte man dort doch im letzten Antreten mit zwei Ausschlüssen, einem schwer verletzten Arno Kozelsky und einer bitteren Niederlage zu kämpfen. Für die Weinviertler ging es um einen ehrenvollen Abschied aus der Ostliga, für Amstetten hingegen war und ist der Vizemeistertitel nach wie vor noch in Griffweite.

 

Torfolge:
0:1 Pervorfi (40.), 0:2 Ebenhofer bzw. Eigentor Walzer (54.), 1:2
Zifcak (56.),
2:2 Christ (83.)

 

Gelbe Karten:
Laschet, Ledineg bzw. Fahrngruber und Ebenhofer



SC Retz:

Philipp Schirmböck - Stefan Bräuer (69. G. Weber), Michael Walzer, Sascha Laschet (81. Jiri Adamec), Daniel Murtinger - Andreas Fleischhacker, Christopher Ledineg – Robert Pacinda (88. C. Weber), Roman Christ, Jiri Zifcak - Matthias Gabler.

 

SKU Ertl Glas Amstetten:
David Affengruber; Lukas Deinhofer, Andreas Gradinger, Michael Achleitner, Sascha Fahrngruber – Matthias Wurm (61. Manuel Plank), Martin Teurezbacher - Patrick Lachmayr, Mario Ebenhofer, Arber Pervorfi (78. Kevin Hinterberger) – Arno Kozelsky (75. Stefan Stradner).

 

 

Spielverlauf:
In der Anfangsviertelstunde zeigen sich beide Teams ambitioniert und nach vorne orientiert, wirkliche Torchancen ergeben sich vorerst aber noch nicht. In der 18. Minute verhindert ausgerechnet SKU-Abwehrspieler Deinhofer nach einem Ebenhofer-Eckball die Führung für seine Farben und blockt das Spielgerät kurz vor der gegnerischen Torlinie zu Gunsten der Retzer noch ab.

 

Gegen Mitte der 1. Hälfte nimmt der SKU das Heft in die Hand und wird nun immer stärker. Mit dem einsetzenden Regen werden die Aktionen flüssiger, Lachmayr und Kozelsky spielen einen ersten sehenswerten Angriff (22.). In der 28. Minute spielt der agile Lachmayr seinen Nebenmann Martin Teurezbacher perfekt frei, der scharfe Schuss des Mittelfeldspielers landet aus etwa 15 Metern an der Querlatte. Nur wenige Augenblicke später stellt sich der unsichere Referee in den Mittelpunkt: Herr Dr. Schmid übersieht ein klares Handspiel von Ledineg im Strafraum und entscheidet nach Rücksprache mit dem Assistenten – auch nicht zu Unrecht - auf Abseits. Die schon beabsichtigte gelbe Karte für Ledineg lässt er ausfallen und verwendet den Karton für die verständliche Kritik von Mario Ebenhofer! In dieser Amstettner Drangphase wird Retz nur durch einen Weitschuss von Roman Christ gefährlich, Affengruber fängt jedoch ganz sicher (30.).

 

Nach Weitschüssen von Mario Ebenhofer und Patrick Lachmayr gelingt schließlich Arber Pervorfi in Minute 40 der hochverdiente Führungstreffer für den SKU: Lachmayr flankt aus vollem Lauf von der rechten Seite auf Pervorfi, der den schwierigen Ball mit dem linken Innenrist in die lange Ecke versenkt – 0:1.

 

Gleich nach dem Seitenwechsel ist es wieder Arber Pervorfi, der nach schönem Zuspiel von Ebenhofer eine weitere 100%ige Einschussmöglichkeit auslässt. Amstetten spielt mit Retz nun Katz und Maus, Ebenhofer, Lachmayr & Co beherrschen ihre Gegenspieler nach Belieben. In der 54. Minute trifft Mario Ebenhofer den Retzer Abwehrspieler Walzer am Fuß und der Ball springt aus spitzem Winkel unhaltbar zum 0:2 in den Retzer Kasten.

 

Ein völlig vermeidbarer Ballverlust in der Amstettner Vorwärtsbewegung bringt den Gastgebern jedoch wenige Minuten später den Anschlusstreffer. Jiri Zifcak bricht am linken Flügel durch und bezwingt SKU-Goalie Affengruber aus kurzer Distanz zum 1:2. Die bislang so ballsicheren SKU´ler kommen dadurch merklich außer Tritt und Retz findet zurück ins Spiel. In der 72. Minute hätte Mario Ebenhofer den Sack für die Gäste dennoch ein weiteres Mal zumachen können, doch der Retzer Schlussmann pariert mit einer sensationellen Fußabwehr.

 

In der Endphase kommen die Retzer zu weiteren Chancen, zunächst verzieht Pacinda nur knapp (78.). In der 82. Minute fällt der kuriosen Ausgleichstreffer, den man einzig und allein SKU-Schlussmann Affengruber zuschreiben muss. Anstatt die hohe und verhältnis­mäßig harmlos wirkende Flanke von Christ zu fangen entscheidet sich der ansonsten so starke Affengruber für eine Faustabwehr und lenkt das regennasse Leder unglücklich in den eigenen Kasten ab – 2:2 in der 82. Minute. Die Rettungsversuche auf der Torlinie scheitern knapp.

 

In der Nachspielzeit macht der SKU-Goalie seinen Fehler wieder gut und pariert gegen Gabler, der völlig alleine vor ihm zum Schuss gekommen war. Unmittelbar davor scheitert Zifcak alleine vor dem leeren SKU-Tor.

 

 

Fazit:
Nach vielen packenden Auseinandersetzungen in den letzten Jahren (Kampf um den Aufstieg in die bzw. Verbleib in der Ostliga) fand dieses NÖ-Derby bis auf weiteres zum letzten Mal statt. Der Club aus dem Weinviertel muss für den Gang in die Landesliga planen, der SKU bleibt trotz neuerlichem Punkteverlust nach wie vor im Spitzenfeld der Regionalliga vertreten.

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