Young Violets:
Jusic – Nisandzic (90. Stöger), Ndukwe, Wojnar, Schablas (56. Österreicher) – Hosiner, Lukic, Fischer, Mörth (90. Sawicki), Nnodim – Deshishku (70. Abdi).
SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Deinhofer (88. Wimhofer), Offenthaler, Pertlwieser – Köchl (78. Würdinger), Eisschill, Wimmer, Gragger – Conateh (78. Davies), Mayer (70. Steiger) – Peham (88. Grubhofer).
Gelbe Karten:
Hosiner, Abdi bzw. Deinhofer
Nach zwei Heimsiegen in Serie gastierte der von Kapitän Lukas Deinhofer angeführte SKU am Verteilerkreis in Wien-Favoriten. Gegner Young Violets hatte sich nach dem Wiederaufstieg bislang bärenstark präsentiert und setzte sich zwischenzeitig im oberen Tabellendrittel fest. Urgestein Lukas Deinhofer - seit 2013 (!) im SKU-Dress dabei - lief dabei zum 300. Mal für Amstetten auf! Mit einem Auswärtssieg hätte Amstetten die Wiener überholen und der Tabellenspitze noch näher rücken können!
Amstetten dominierte ersten Durchgang klar
Zuerst schlossen die Wiener ihren ersten Angriff durch Daniel Nnodim ab, Matthias Gragger blockte mit dem Rücken den ersten gefährlichen Ball jedoch ab (5.). Im Gegenzug kam Alieu Conateh bei einem schnellen Konter gegen Austria-Keeper Jusic um einen Tick zu kurz. In der 10. Minute zog Sebastian Wimmer der hochstehenden Austria-Abwehr auf und davon, fand in Kenan Jusic im Tor der Wiener aber seinen Meister. Eine Topchance für Amstetten blieb liegen, eine Überzahl-Situation konnte nicht perfekt zu Ende gebracht werden! Danach verfestigten sich die Fronten und nennenswerte Chancen blieben eine kurze Zeit lang aus.
Dicke Chancen für Amstetten
Der SKU blieb jedoch das aktivere Team, hatte mehr Ballbesitz und agierte vor dem Tor überaus gefährlich! In der 26. Minute flankte David Peham auf Alieu Conateh, der das Leder aus spitzem Winkel nicht im Tor unterbringen konnte. Nach einem Offenthaler-Kopfball war es in der 30. Minute erneut Conateh, der über rechts auf Schlussmann Jusic zog. Der Keeper der Jung-Veilchen avancierte zum Retter der Heimischen und parierte diesen Torschuss. Der auffällige Conateh leitete in Minute 34 den nächsten Kracher ein, ein Austria-Abwehrmann leitete den Mayer-Abschluss an die Querlatte ab! Die Wiener agierten in dieser Phase glücklich und konnten erst in der Nachspielzeit der ersten Hälfte einen weiteren Abschlussversuch durch Matteo Schablas verzeichnen.
Intensive Partie auch nach der Pause
Nach Wiederbeginn holte sich Austria-Kapitän Hosiner im Duell mit SKU-Kapitän Deinhofer früh eine gelbe Karte ab. Zu rüde war der routinierte Angreifer der Hausherren in diesen „Zweikampf zweier Urgesteine“ eingestiegen. Die Partie verlief nach Seitenwechsel zwar ausgeglichener, spielbestimmend blieben dennoch die Gäste aus Amstetten.
Erst zwanzig Minuten nach Wiederbeginn herrschte wieder Torgefahr, und wieder vor dem Tor der Wiener! Alieu Conateh tankte sich an der linken Flanke durch und flankte auf Thomas Mayer, doch der Volley-Schuss ging über das Tor. Vor Beginn der letzten Viertelstunde trat Philipp Hosiner erstmals in Aktion, Philipp Offenthaler löschte die gefährliche Aktion am Ende aber souverän.
Lucky Punch blieb aus
Die Schlussviertelstunde begann zunächst ohne Höhepunkte. In der 84. Minute hätte Marijan Österreicher den Spielverlauf dann aber völlig auf den Kopf stellen können! Nach idealem Zuspiel von Philipp Hosiner von der Strafraumgrenze ließ der eingewechselte Österreicher die Topchance der Hausherren - die erste und zugleich einzige 100%ige Möglichkeit der Wiener – zum Glück für Enengl & Co liegen! Philipp Hosiner hatte von der Strafraumgrenze den perfekten Assist geliefert, Tiago Estevao ließt sich aber aus kurzer Distanz nicht bezwingen. In den Schlussminuten warfen die Amstettner noch einmal alles nach vorne, der Lucky Punch war aber auch dem SKU an diesem Abend nicht vergönnt!
Es blieb in einer intensiven und zugleich spannenden Partie bei einer Punkteteilung. Für Amstetten endete das achte Saisonspiel mit dem vierten Unentschieden bei nur einer einzigen Niederlage, die gute Form wurde für den Herbst auf jeden Fall konserviert!
Fotos: GEPA pictures