SV Austria Salzburg - SKU Ertl Glas Amstetten 2:2 (2:2)

Heißer Tanz und starke Leistung beim Aufsteiger

Admiral 2. Liga - 05. Runde / SA 30.08.2025 / 14.30 Uhr
Max Aicher Stadion / Salzburg, 1.766 Zuschauer, SR Greinecker

SV Austria Salzburg:
Nesler-Täubl – Sandmayr, Aigner, Meisl, Marusic – Kahrimanovic (76. Pellegrini), Bijelic (87. Zia), Cosgun, Lipczinski (87. Schwaighofer), Sorda (76. Günes) – Bares.

SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Deinhofer, Offenthaler, Pertlwieser – Köchl, Eisschill, Wimmer, Gragger – Conateh (76. Scharfetter), Steiger (57. Mayer) – Peham (76. Grubhofer).

Tore:
1:0 Lipczinski (1.), 1:1 Gragger (12.), 1:2 Steiger (17.), 2:2 Cosgun (26.)
 

Gelbe Karten:
Bares, Aigner, Sorda bzw. Gragger, Köchl, Offenthaler, Deinhofer, Mayer, Scharfetter

Beiden Mannschaften strotzten bei ihrem allerersten Aufeinandertreffen wegen der jüngsten Erfolge voll Selbstvertrauen. Der Aufsteiger holte in den letzten beiden Runden jeweils einen Dreier und ging mit dem selbst definierten Ziel in die Partie, gegen Amstetten die „Frühernte fortzusetzen“. Der SKU zwang vor vier Tagen eine starke Vienna mit einer leidenschaftlichen Vorstellung in die Knie und zog ins Cup-Achtelfinale ein. Kurz zuvor hatte man in der Liga Leader Sankt Pölten den ersten Punkteverlust zufügen können, dieser Flow sollte vor der Länderspielpause keinesfalls abreißen. Aus den beiden Auswärtspartien konnten Deinhofer & Co aber erst einen Punkt ergattern, Zählbares wollte man aus Salzburg daher jedenfalls mitnehmen.
 

Salzburg trifft nach 30 Sekunden (!)
Anstoß für Amstetten, Tor für Salzburg! Eine halbe Minute lief die Partie und die Salzburger Fans jubelten von den Rängen. Nach einem hohen Ball von hinten kam Sorda an den Ball und spielte quer auf Paul Lipczinski, der eiskalt und unhaltbar zur 1:0-Führung verwertete. Der SKU wurde mit einem schnellen Umschaltmoment kalt erwischt.

Amstetten mit der frühen Antwort
Die Gäste fanden schnell die Fassung und versuchten das hektische Spiel mit Ballbesitz zu beruhigen. Dies gelang nach zehn Minuten immer besser und Amstetten startete die ersten Offensiv-Akzente. Alieu Conateh zog über rechts in den Strafraum und Salzburg´s Marusic konnte gerade noch zur Ecke klären. Der folgende Cornerball sorgte für Verwirrung bei den Gastgebern und Matthias Gragger knallte den zweiten Ball aus der Drehung zum 1:1 unter die Latte (12.). Die Austria-Abwehr hatte wenige Minuten später erneut das Nachsehen! Felix Köchl setzte nach gutem Einsatz von Peham an der rechten Flanke Wimmer in Szene, der am kurzen Fünfereck Joshua Steiger bediente. Der Zehner in den Reihen Amstettens traf per Direktabnahme zum umjubelten 1:2 (16.).

Trefferreigen geht weiter
Nach dieser turbulenten Auftaktviertelstunde gab es dann wenige Minuten ohne Torszenen, doch dann schlugen wieder die Heimischen zu. Angreifer Denizcan Cosgun wurde an der Strafraumgrenze angespielt, ließ Deinhofer mit einer perfekten Drehung stehen und knallte die Kugel via Unterkante der Querlatte zum 2:2-Ausgleich ins Netz (26.).

Das Schießpulver schien damit aufgebraucht, denn weitere Treffer sollten bis zum Pausenpfiff nicht mehr fallen. Das Tempo und der Kampfgeist blieben aber hoch, denn das fanatische Salzburger Publikum trieb ihre Mannschaft ohne Unterbrechung lautstark an. Einige Halbchancen auf beiden Seiten und eine ausgeglichene Partie waren in der Folge zu sehen. In der Nachspielzeit verwehrte Schiedsrichter Greinecker dem SKU den Pfiff nach klarem Foulvergehen an der Strafraumgrenze an David Peham. Eine glatte Fehlentscheidung, die die Wogen hochgehen ließ. Die heftig geübte Kritik zog eine gelb-rote Karte für Tormanntrainer Wolfang Haunschmid nach sich. Mit dem Unentschieden ging eine turbulente erste Hälfte schließlich zu Ende.

Ausgeglichene zweite Hälfte
Beide Mannschaften kamen ohne personelle Veränderungen zurück aufs Feld. Die Salzburger fuhren die ersten Angriffe im zweiten Durchgang, ein Kopfball von Daniel Bares landete aber in den Armen von Tiago Estêvão. Im Gegenzug ging ein Abschluss von Deinhofer am linken Eck vorbei. Das Tempo wurde auch nach einer Stunde Spielzeit hochgehalten, beide Seiten wollten sich mit dem einen Punkt nicht begnügen.

In der 63. Minute kam David Peham nach einem Konter im Strafraum an den Ball, der Sturmtank knallte aus vollem Lauf aber drüber. Drei Minuten später zeigte sich der Salzburger Keeper verunsichert, Amstetten konnte aus dem Flankenball aber dennoch kein Kapital schlagen. Die Hereinnahme von Thomas Mayer hatte dem Amstettner Spiel gutgetan. Mayer tankte sich in der Mitte durch, konnte bei seinem energischen Vorstoß nur mit einem Foul gestoppt werden (73.). Gragger ließ eine Granate vom Stapel und prüfte den Keeper der Hausherren, der zur Ecke ablenken konnte. In Minute 80 zog Sebastian Wimmer mit einem Drop-kick ab, wieder war Nesler-Täubl im Gästetor aufmerksam.

Bis in die Endphase hatte Amstetten mehr vom Spiel, der entscheidende Nachdruck für einen Lucky Punch blieb aber aus. Thommy Mayer scheiterte in der Nachspielzeit noch am Schlussmann der Heimischen, der den Ball im letzten Moment festmachen konnte. In den letzten Minuten war Salzburg noch einmal aufgekommen, die Kräfte gingen beim Aufsteiger aber sichtlich auch zu Ende. Schiri Greinecker pfiff zu einer gerechten Punkteteilung pünktlich ab.

Patrick Enengl (SKU-Trainer) nach dem Spiel:
„Nach dem frühen Rückstand haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt und wir nehmen den Punkt gerne mit. Vor einer stimmungsvollen Kulisse haben wir eine reife Leistung gezeigt, über die wir uns sehr freuen und auf die wir weiter aufbauen werden.“

 

Fotos: Waldbauer/SKU

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