SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Deinhofer, Offenthaler, Pertlwieser – Köchl, Eisschill, Wimmer, Gragger – Mayer (57. Wimhofer), Conateh (77. Lanthaler) – Peham (77. Schönegger).
Young Violets:
Blazevic – Stöckl (81. Ilic), Toifl, Vorsager – Abdi (65. Mörth), Wustinger (65. Lukic), Brandt (81. Stöger), Roider, Nisandzic, Nnodim – Ewemade (65. Deshishku).
Tore:
1:0 Peham (35./Elfm.), 1:1 Toifl (90+3.)
Gelbe Karten:
Deinhofer (56. gelb/rot), Conateh, Wimmer bzw. Ewemade, Stöckl
Amstetten zeigte in der ersten Hälfte eine ambitionierte Vorstellung und erhöhte den Druck mit Fortdauer des Spiels. Ein Handelfmeter war eine Sache für den Torschützen vom Dienst: David Peham verwandelte souverän und sorgte für eine verdiente Halbzeitführung. Ein Ausschluss von Lukas Deinhofer brachte den SKU im zweiten Durchgang schwer unter Druck. Mit dem aller letzten Angriff glückte den Wienern aus einem Eckball noch der Ausgleichstreffer, der nach dem Sturmlauf auch nicht unverdient war.
Nach der Länderspielpause kehrte der Liga-Alltag wieder ein und brachte mit dem Spiel des Fünften gegen den Tabellensechsten aus Wien ein interessantes Duell im Windschatten der Tabellenspitze. Die Jungveilchen buchten mit drei Siegen aus den fünf Frühjahrspartien um vier Punkte mehr auf ihr Konto als der SKU, der erst einen vollen Erfolg im Jahr 2026 landen konnte. Im Herbst endete das Aufeinandertreffen torlos, ein heute unerwünschtes Resultat.
Unterhaltsame Auftaktviertelstunde
Beide Mannschaften legten flott los und spielten ohne Zögern geradlinig nach vorne. Alieu Conateh zeigte sich an der rechten Flanke sehr aktiv und beschäftigte die Abwehr der Wiener schon in den Anfangsminuten. In der 11. Minute ließ Felix Köchl einen Schuss aus der Distanz vom Stapel und verfehlte das Gehäuse der Gäste nur knapp. Nur drei Minuten später rettete Tiago Estêvão bei einem Umschaltmoment den SKU vor einem frühen Gegentreffer mit einer Fußabwehr.
Nach etwa zwanzig Minuten setzte sich Amstetten immer mehr in der gegnerischen Hälfte fest. Die Jungveilchen hielten dem Druck stand und konnten zwingende Torchancen abwenden. Die letzte Konsequenz für einen ersten Treffer fehlte jedoch. Ein direkter Freistoß von der Strafraumgrenze brachte ebenfalls keinen Erfolg, Felix Köchl verfehlte das Ziel doch deutlich (28.).
Peham trifft vom Punkt
Nach einer guten halben Stunde kam plötzlich Bewegung ins Spiel. Ein Handspiel von Ewemade knapp innerhalb der Strafraumgrenze war der Grundstein für die verdiente Führung der Heimelf. Schiedsrichter Ristoskov zögerte keine Sekunde und pfiff Elfmeter! David Peham übernahm einmal mehr die Verantwortung und knallte das Leder unhaltbar zum 1:0 in die Maschen (34.). Ein weitere 0:0-Partie war damit verhindert, großer Jubel beim SKU und auf den Rängen! Die Wiener drängten die letzten Minuten vor der Pause vehement auf den Ausgleich und wurde aus einer Eckballserie gefährlich. Matthias Gragger sowie die Querlatte retteten den SKU, der sich über eine knappe Halbzeitführung freuen konnte.
Beide Trainer verzichteten in der Pause auf Wechsel und schickten das gleiche Personal in den zweiten Durchgang. Zehn Minuten lang tat sich nicht sehr viel, Amstetten war weiterhin das dominierende Team.
Amstetten in zweiter Hälfte in Unterzahl
In der 55. Zog SKU-Kapitän Lukas Deinhofer gegen den pfeilschnellen Angreifer Ewemade die Notbremse und sah die zweite gelbe Karte innerhalb weniger Minuten. Die Unterzahl zwang Patrick Enengl zum Handeln und er brachte Abwehrmann Luca Wimhofer für Flügelspieler Mayer ins Spiel. Kurz darauf klatschte das Leder hinter Estêvão an die Querlatte, die Violetten reagierten prompt und sahen ihre Chance gekommen.
In der 65. Minute nahm Austria-Trainer Uhlig einen Dreifachtausch vor und setzte damit natürlich auf vollen Angriff. Die letzte halbe Stunde wurde zu einem Sturmlauf der Gäste, Offenthaler & Co kämpften mit einem Mann weniger aufopferungsvoll. Beinahe wäre die Abwehrschlacht geglückt, in der dritten Minute der Nachspielzeit gelang den Young Violets aber doch der Ausgleich. Abwehrmann Valentin Toifl stellte per Kopf nach einem Eckball von der rechten Seite den 1:1-Endstand her. Der SKU muss auf den ersten Heimdreier in diesem Frühjahr weiter warten.
Admiral 2. Liga – 23. Runde / FR 03.04.2026 / 18.00 Uhr
Ertl Glas-Stadion Amstetten / 1.160 Zuschauer, SR Ristoskov
Fotos: GEPA Pictures