Admiral 2. Liga - 4. Runde / FR 22.08.2025 / 18.00 Uhr
Ertl Glas Stadion, 1340 Zuschauer, SR Hameter
Admiral 2. Liga - 4. Runde / FR 22.08.2025 / 18.00 Uhr
Ertl Glas Stadion, 1340 Zuschauer, SR Hameter
SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Deinhofer (63. Wimhofer), Offenthaler, Pertlwieser,– Köchl, Steiger (76. Würdinger), Eisschill, Gragger – Conateh, Mayer (90. Zellhofer) – Peham (76. Grubhofer)
SKN St. Pölten:
Knett - Riegler, Skogen, Thesker – Amoah (85. Kleinbruckner), Krasniqi (85. Altersberger), Stendera, Messerer (78. Mane), Carlson – Hausjell (85. Kurt), Dursun (57. Barlov)
Gelbe Karten:
Steiger (28.), Peham (61.), Gragger (90.) – Krasniqi (75.), Barlov (95.)
Nach der ersten Saisonniederlage in Wels vergangene Runde will der SKU mit Heimvorteil gegen St. Pölten diesmal unbedingt wieder punkten. Aber die Aufgabe ist denkbar schwierig: die Wölfe haben alle drei Saisonspiele gewonnen – zuletzt mit einem Last-Minute-Tor gegen Titelkandidat Vienna – und kommen als Tabellenführer und mit dementsprechend viel Selbstvertrauen nach Amstetten.
Beim SKU fehlt Sebastian Wimmer gesperrt nach seiner gelb-roten Karte in Wels, dafür ist Kapitän Lukas Deinhofer nach seiner Oberschenkelzerrung wieder fit. Trainer Patrick Enengl nimmt im Vergleich zur Wels-Partie 2 Änderungen in der Startformation vor, Deinhofer und Conateh kommen für Wimhofer und Wimmer in die Mannschaft.
Abwechslungsreicher Beginn
In einer intensiven Anfangsphase erarbeitet sich der SKU gleich ein spielerisches Übergewicht, die erste Chance hat aber St. Pölten schon nach 2 Minuten: Hausjell passt sehenswert in den Strafraum, aber Estêvão ist vor Dursun zur Stelle.
Beim SKU ist Köchl von Start weg ein absoluter Aktivposten: in der 8. Minute setzt er mit einem herrlichen Pass übers gesamte Spielfeld Gragger ein, dessen Abschluss geht aber leider direkt auf SKN-Schlussmann Knett. Sehr schöne Aktion!
Nach 21 Minuten dann die bislang beste Gelegenheit für die Gäste: sehenswerter Pass am Strafraum von Amoah auf Hausjell, der tankt sich durch, scheitert aber am gut postierten Estêvão.
Die 1.340 Zuschauer sehen in der ersten halben Stunde ein rassiges NÖ-Derby mit einigen Chancen. In der 23. Minute erkämpft sich Kapitän Deinhofer am gegnerischen Strafraum mit viel Einsatz den Ball und schließt auch sofort ab, sein Schuss geht aber leider am Tor vorbei. Und der SKU drückt weiter drauf: Keine Minute später schließt Köchl ab, leider wieder zu zentral. Der SKU hat die Chancen, aber das Visier noch nicht richtig eingestellt.
Nach einer kurzen Schaffenspause geht es auch schon wieder in Richtung Gäste-Tor: nach einer halben Stunde kombiniert der SKU sehenswert über Köchl und Conateh bis zu Eisschill, dessen Schuss wird allerdings geblockt und ist deshalb keine Gefahr fürs St. Pöltner Tor.
Deutliches Chancenplus für den SKU
Nach 33 Minuten dann wieder eine richtig knackige Chance: Gragger sieht Peham im Strafraum, der köpfelt die Flanke aber übers Tor. Wieder eine starke Aktion vom SKU über die Außenbahnen – wann belohnen sich die Amstettner endlich mit einem Tor?
Der SKU ist dann auch einmal nach einer Standardsituation gefährlich. Nach 38 Minuten bekommen die Gäste nach einer Mayer-Ecke Mayer den Ball nicht weg, Conateh sucht den Kopf von Gragger, der köpfelt übers Tor.
Vom Tabellenführer aus St. Pölten war jetzt lange nichts zu sehen, kurz vor der Pause ist dann das dynamische Duo Amoah und Hausjell noch einmal in Aktion. Amoah setzt Hausjell nach 41 Minuten am Strafraum in Szene, dessen Abschluss ist aber kein Problem für Estêvão.
So geht es nach einer abwechslungsreichen 1. Hälfte mit einem 0:0 in die Pause – starke Leistung vom SKU, Chancen waren auch genug da, nur das Tor fehlt.
Gute Chancen nach Wiederbeginn
Die beiden Teams kommen unverändert aus der Kabine und der SKU hat gleich nach Wiederbeginn die nächste gute Chance. Nach einer Ecke in der 53. Minute kommt der Ball erneut zu Mayer, dessen Flanke dreht sich gefährlich Richtung Tor, SKN-Keeper Knett kann gerade noch klären.
Wenige Minuten später sind auch die Gäste nach einem ruhenden Ball gefährlich. Stendera tritt einen Freistoß in guter Position am SKU-Strafraum, der eben erst eingewechselte Barlov köpfelt zum Glück für den SKU genau auf Schlussmann Estêvão.
Es ist auch nach dem Seitenwechsel ein absolut sehenswertes und chancenreiches Derby. In der 65. Minute zieht Mayer Richtung Tor, sein Schuss wird vom Verteidiger noch leicht abgefälscht und ist deshalb kein Problem für Knett.
Wenig später ist wieder einmal Amoah nicht vom Ball zu trennen – der flinke SKN-Außenspieler ist ein ständiger Gefahrenherd. Er setzt Messerer am Strafraum gut in Szene, dessen Schuss geht nur knapp am Tor vorbei. Da wäre SKU-Schlussmann Estêvão nicht mehr rangekommen!
Spannendes Derby bis zum Schluss
Ein Schmankerl liefert Offenthaler dann nach 71 Minuten: zu diesem Zeitpunkt nach der Auswechslung von Deinhofer schon SKU-Kapitän, verlängert er eine Steiger-Ecke brandgefährlich aufs kurze Eck, Goalie Knett rettet in höchster Not. Eine Top-Chance für den SKU!
In dieser Phase sind die Amstettner wieder am Drücker: In der 78. Minute arbeitet sich Köchl von der Seite unwiderstehlich rein in den Strafraum und SKN-Schlussmann Knett muss seinen Stanglpass entschärfen, bevor der Ball im Tor landet.
Hektische Schlussphase
Die letzten Minuten der Partie gehören dann eindeutig den Gästen aus St. Pölten. Nach 88 Minuten zunächst eine Ecke von Stendera, Joker Barlov setzt den Ball wieder übers Tor.
In der Nachspielzeit hält SKU-Schlussmann Estêvão den Punkt für die Amstettner fest. Zunächst entschärft der Keeper in der 93. Minute einen herrlich angetragenen Freistoß von Stendera mit einer Glanzparade. Ganz starke Aktion von beiden!
Nur eine Minute später lautet das Duell wieder Stendera gegen Estêvão, wieder entschärft der SKU-Goalie den Schuss des St. Pöltners, der Nachschuss von Carlson geht deutlich am Ziel vorbei.
Nach dieser Aktion beendet Schiedsrichter Hameter diese absolut rassige Partie, die alles zu bieten hatte, außer Tore. Wie die beiden Duelle letzte Saison endet auch dieses NÖ-Derby mit einem Unentschieden, das unterm Strich leistungsgerecht ist.
Fotos: GEPA pictures