SKU Ertl Glas Amstetten - First Vienna FC 1894 0:0

Keine Treffer in einem spannenden Spiel

SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Wimhofer, Offenthaler, Deinhofer – Köchl, Eisschill, Wimmer, Schönegger – Steiger (70. Grubhofer), Conateh (46. Oberwinkler) – Peham.
 

Vienna:
Unger – Bauer (46. Nnamdi), Gantschnig, Pistrol, Rosenberger (75. Szerencsi) – Prohart, Stratzing – Edelhofer (62. Monschein), Luxbacher, Nagele (71. Seo) – Zimmermann (75. Ungar).

Gelbe Karten:
Peham bzw. Pistrol (74. gelb-rot), Gantschnig, Luxbacher, Seo, Prohart.


Admiral 2. Liga – 27. Runde / FR 24.04.2026 / 18.00 Uhr
Ertl Glas-Stadion Amstetten / 950 Zuschauer, SR Jäger

Die Heimelf dominierte den ersten Durchgang, biss sich an der kompakten Abwehr der Gäste aber die Zähne aus. Abschlüsse von Köchl, Conateh und Wimmer verfehlten ihr Ziel nur knapp. Nach Wiederbeginn kam eine verbesserte Vienna der Führung sehr nahe, ein Ausschluss in der Endphase stoppte die Wiener in ihren Ambitionen aber jäh. Der SKU-Sturmlauf zum Ende blieb erfolglos, es blieb beim vorletzten Heimspiel der Saison bei einer gerechten Punkteteilung.

Die Döblinger rangen in der letzten Runde der Admira einen Punkt ab und beendeten die beiden Spiele davor siegreich. Amstetten verlor die letzten beiden Spiele und war demnach auf Wiedergutmachung aus. Vienna-Trainer Kleer vertraute seiner zuletzt so erfolgreichen Truppe und änderte seine Startelf nur an einer Position. Bei Amstetten fehlten die Stammkräfte Gragger, Mayer und Pertlwieser und so erhielt der junge Felix Schönegger ein weiteres Mal das Vertrauen von Chefcoach Patrick Enengl.

Amstetten am Anfang das aktivere Team
Die Anfangsminuten wurden von beiden Seiten recht hektisch geführt, nennenswerte Höhepunkte gab es in der Anfangsviertelstunde nicht. Die Heimelf trat recht dominant auf und bestimmte das Geschehen zu Beginn. Erst nach gut zehn Minuten legten auch die Gäste den Vorwärtsgang ein. Die erste gute Chance fand dann aber der SKU durch Felix Köchl vor. Der rechte Flankenspieler verzog von der Strafraumgrenze, der Ball ging knapp an der langen Stange vorbei (17.). Vienna agierte nach vorne zaghaft und bei den wenigen Abschlüssen zu unpräzise.

Bei frühsommerlichen Verhältnissen dauerte es gut zehn Minuten bis zur nächsten Chance. Alieu Conateh tankte sich über die linke Seite durch und zog aus schrägem Winkel ab. Die Kugel landete im Außennetz, Vienna-Keeper Unger musste nicht eingreifen (28.). Der SKU versuchte sich durch Sebastian Wimmer vor der Pause noch einmal, sein Kopfball ging jedoch am linken Pfosten vorbei. Pünktlich pfiff Schiedsrichter Florian Jäger zur Halbzeitpause.

Vienna stark verbessert nach der Pause
Im zweiten Durchgang drehten sich die Verhältnisse und Vienna war von Wiederbeginn weg im Vorwärtsmodus. Beide Seiten wechselten zur Pause jeweils einmal, den Ball laufen ließen jedoch in erster Linie die Wiener. In der 57. Minute hatte Bernhard Zimmermann die Vienna-Führung am Fuß, er und Prohart ließen eine dicke Doppelchance zum Glück für Amstetten aber liegen. Zehn Minuten später gab es dicke Luft vor Amstetten-Keeper Estêvão, mit vollem Einsatz wurde die brenzlige Situation aber im Kollektiv geklärt (67.).

Ausschluss bei den Gästen
Der SKU besann sich zwanzig Minuten vor dem Ende, befreite sich von der Umklammerung und setzte offensiv wieder selbst Akzente. Bei einem der Vorstöße stieg der vorbelastete Vienna-Mann Santina Pistrol zu hart ein und sah völlig diskussionslos gelb-rot. Eine interessante Schlussphase bahnte sich damit an. Nur wenige Momente nach dem Ausschluss hätte Kapitän Lukas Deinhofer die Heimischen in Führung bringen müssen. Sein Kopfball ging knapp über das Vienna-Tor, es blieb spannend aber weiterhin auch torlos (76.). Sebastian Wimmer verfehlte das gegnerische Tor kurz darauf ebenso. In jeder Hinsicht war es bislang eine total ausgeglichene Partie.

Spannende Schlussviertelstunde
In Überzahl bliesen die Heimischen in der heißen Endphase zum Angriff. Die schnellen Flankenspieler Schönegger und Oberwinkler sorgten immer wieder für Betrieb, Vienna bekam nun kaum mehr Luft zum Atmen. Die Döblinger kamen in der Schlussphase durch den eingewechselten Monschein noch einmal gefährlich vor das SKU-Tor, ein Treffer wollte an diesem Abend in Amstetten offenbar nicht fallen. Die Vienna rettete den Punkt mit viel Routine und großem Einsatz über die Zeit, der über die gesamte Spielzeit gesehen nicht unverdient war.

 

Fotos: GEPA Pictures

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