SKU Ertl Glas Amstetten - FC Hertha Wels 1:1 (0:0)

SKU vergibt reihenweise Topchancen und lässt den Sieg am Ende liegen

Admiral 2. Liga – 4. Runde / FR, 21.08.2026 / 18:30 Uhr
Ertl Glas Stadion, 1.065 Zuschauer, SR Barmaksiz

Tore:
1:0 Wimmer (60.), 1:1 Malinowski (88.)

SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Deinhofer, Offenthaler, Wimhofer – Köchl, Wimmer, Hajdini (76. Baumgartner), Lipczinski (76. Haider) – Vötter, Steiger (65. Mayer) – Peham (85. Zellhofer).

FC Hertha Wels:
Schröcker – Thurnwald (79. Brugger), Tischler, Feyrer, Haudum (46. Keckeisen) – Freund (60. Camara), Sahin, Mankan (46. Malinowski), Wernitznig, Kregar – Svec (46. Jabbeh).

Gelbe Karten:
Steiger, Wimmer bzw. Tischler, Freund.

Nach dem Unentschieden beim FAC ist der SKU nach den ersten drei Runden weiter ungeschlagen. Unsere Mannschaft peilte im zweiten Heimspiel der Saison den zweiten Dreier an, der auch den allerersten Sieg gegen die Hertha aus Wels gebracht hätte. Das letzten Aufeinandertreffen in Amstetten endete mit 1:1, David Peham glich für den eine Halbzeit lang in Unterzahl spielenden SKU vom Elferpunkt aus.

Flotter Beginn
Ohne lange zu fackeln legten beide Seiten gehörig los! Den Anfang machten die Welser schon nach wenigen Sekunden, wenige Augenblicke später zog Joshua Steiger auf der Gegenseite zum ersten Mal ab und zwang Keeper Schröcker zu einer Parade. In der 7. Minute ging ein Fernschuss von Luca Wimhofer nur knapp über die Querlatte der Gäste. Weitere fünf Minuten später brannte im Wels-Strafraum so richtig der Hut: Yannick Vötter tankte sich über rechts durch und spielte flach vor das Tor. Nach einem Getümmel im Fünfmeterraum konnte der Gästetormann den Ball mit etwas Glück in den Corner lenken.

Amstetten mit Dauerdruck
Die Heimischen hielten das Tempo weiterhin hoch und kamen in der 17. Minute zum nächsten Abschluss. Ein Abspielfehler der Gäste spielte Amstetten beinahe in die Karten, doch Steiger konnte das Zuspiel von Peham nicht in Zählbares verwandeln. Die Gäste standen tief in der eigenen Hälfte, Amstetten diktierte das Geschehen klar. Ein mögliches Handspiel eines Welser Abwehrspielers im Strafraum wurde vom Unparteiischen nicht gepfiffen, Proteste der SKU-Spieler blieben ungehört. Nach einem der wenigen Entlastungsangriffe der Gäste war wieder Amstetten am Zug. Sebastian Wimmer zog aus 18 Metern ab, konnte aber weiterhin für keinen Treffer sorgen (22.). Ein Treffer in der 39. Minute wurde wegen Abseits zu Recht aberkannt, der längst überfällige SKU-Führungstreffer wollte nicht fallen. In der 44. Minute verfehlten zunächst Tischler für die Welser mit einem Kopfball und dann Yannick Vötter auf der anderen Seite das Ziel nur knapp und so ging es nach einer intensiven Halbzeit torlos in die Pause.

Amstetten bleibt auch im zweiten Durchgang am Drücker
SKU-Coach Gahleitner schickte seine Mannschaft zunächst unverändert zurück aufs Feld, Wels hingegen wechselte zur Halbzeit gleich dreifach. Die Heimischen blieben jedoch das stärkere Team und behielten die Oberhand. In der 55. Minute hätte Yannick Vötter seine starke Leistung krönen können. Nach uneigennützigem Abspiel von David Peham lupfte Vötter das Leder aber knapp über die Querlatte.

Erlösender Führungstreffer nach einer Stunde
In der 59. Minute war es bei einsetzendem Regen dann so weit: Felix Köchl hob einen Freistoßball gefühlvoll zum kurzen Fünfer und Sebastian Wimmer netzte per Kopf wuchtig zum 1:0 unter die Latte ein (59.). Der Sturmlauf Amstettens war belohnt worden, passend dazu ging gleich darauf ein heftiger Gewittersturm über das Stadion nieder. Die Lage beruhigte sich dann halbwegs wieder, sowohl am Spielfeld als auch vom Himmel her!

Bei einem Doppeltausch bei Amstetten kam die neue Regel zur Anwendung, die den SKU wegen Spielverzögerung in eine einminütige Unterzahl brachte. Beinahe hätte Christopher Wernitznig die Situation zum Ausgleichstreffer nützen können, Estevao parierte den Schuss aber glänzend (77.). In Minute 83 hätte Thomas Mayer den Sack zumachen können, doch der eingewechselte Flankenspieler knallte nach Zuspiel von Peham den Ball an die Querlatte. Unfassbar, wie fahrlässig Amstetten heute mit den Torchancen umging!

Wels gleicht im Finish aus und dreht beinahe noch die Partie
Praktisch im Gegenzug konterten sich die Gäste zum Ausgleich. Nach einem Angriff über links fand der Stanglpass den Weg perfekt zur Mitte. Dem zur Pause eingewechselten Sebastian Malinowski glückte aus kurzer Distanz der späte Ausgleichstreffer. Die Amstettner haderten ob der vielen vergebenen Chancen mit dem Schicksal. In der Nachspielzeit hätten die Oberösterreicher das Spiel dann beinahe noch für sich entscheiden können. Isa Drammeh Jabbeh konnte den Sack vor dem leeren Tor zum Glück für Amstetten nicht zumachen. Am Ende gab es bei einer in jeder Hinsicht stürmischen zweiten Halbzeit keinen Sieger.

 

Fotos 1-4: Waldbauer/SKU
Fotos 5-8: GEPA Pictures

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