Admiral 2. Liga – 14. Runde / SA 22.11.2025 / 14.30 Uhr
Wörthersee Stadion Klagenfurt / 1.007 Zuschauer, SR Bosnjak
SK Austria Klagenfurt:
Kanuric – Matkovic, Deumi Nappi, Liu – Lang (77. Wölbl), Krnjic, Oda (46.Marinsek) – Schmerböck (46. Delic), Vielgut (77. Jaritz), Jandrisevits (46. Okada) – Barisic
SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Wimhofer, Deinhofer, Pertlwieser (63. Würdinger) – Köchl (88. Massimiani), Eisschill, Wimmer, Gragger – Mayer (75. Davies), Conateh (63. Steiger) – Peham (75. Grubhofer).
Tore:
0:1 Peham (4.), 0:2 Peham (22.)
Gelbe Karten:
Jandrisevits, Krnjic bzw. Gragger, Deinhofer, Massimiani.
Eine drei Woche lange Schaffenspause fand für den SKU mit dem Spiel in Klagenfurt endlich sein Ende. Nach den Erfolgen vor dem abgesagten Stripfing-Spiel und der Länderspielpause hieß es für unsere Mannschaft, trotz kaltem Wetter schnell wieder auf Temperatur zu kommen. Ein Auswärtssieg am Wörthersee wäre für den SKU eine Premiere, ein Unentschieden laut Statistik und Tabellenlage hingegen ein erwartbares Resultat! Nach den Siegen in Bregenz und Wien-Döbling würde ein Dreier beim Bundesligaabsteiger den dritten Auswärtssieg in Folge bedeuten!
Furioser Auftakt von Amstetten
Unsere Mannschaft nahm das Spiel von Anpfiff weg in die Hand und bestimmte das Geschehen. In der 2. Minute kam Kapitän Lukas Deinhofer mit einem Kopfball zu einem ersten Abschlussversuch. Weitere zwei Minuten später klingelte es prompt, Klagenfurt verzeichnete bis dahin praktisch keinen Ballbesitz! Felix Köchl brachte den Ball aus dem Halbfeld von rechts ins Zentrum und David Peham war zur Stelle. Goalgetter Peham übernahm den flachen Flankenball direkt und sendete zum frühen 0:1 ein (4.).
Klagenfurt überwand die Schockstarre nach etwa zehn Minuten und hätte mit dem ersten Angriff beinahe ausgleichen können. Tiago Estêvão bewahrte den SKU mit einer Glanztat vor einem schnellen Gegentor, Schmerböck scheiterte nach schön gespielter Aktion aus kurzer Distanz. Die Kärntner waren im Spiel nun angekommen, der SKU blieb aber hochkonzentriert. Die Enengl-Elf agierte mit guter Passqualität absolut souverän und zog seinen Matchplan weiterhin konsequent durch. Nach einer guten Ballstafette über rechts wurde David Peham an der Strafraumgrenze angespielt. Peham schüttelte mit einer Körperdrehung seinen Gegenspieler ab und verwertete mit einem Drehschuss in die rechte Ecke zum verdienten 0:2 (22.)!
SKU macht bärenstark weiter
Auch nach einer halben Stunde Spielzeit blieb die Partie sehr unterhaltsam. Sebastian Wimmer klärte einen Flankenball der Hausherren per Kopf mit Hilfe der eigenen Querlatte etwas glücklich ins Toraus. Aber schon im Gegenzug kam unsere Mannschaft durch Thomas Mayer zum nächsten Torabschluss. Nach Vorarbeit von Conateh zog Mayer ansatzlos ab, Schlussmann Kanuric fischte das Leder aber aus der kurzen Ecke. Beim folgenden Cornerball stieg Matthias Gragger hoch und prüfte den Kärnten-Keeper mit einem wuchtigen Kopfball erneut. Die 2-Tore-Führung war bislang hochverdient. Zuvor wurde auch Sebastian Wimmer mit einem Drop-kick aufs Tor gefährlich, nachdem Peham den Ball uneigennützig abtropfen ließ. Deinhofer & Co gingen nach einer tadellosen Vorstellung in die verdiente Halbzeitpause.
Klagenfurt kommt nicht mehr auf
Nach Wiederbeginn agierte die Austria merklich zielstrebiger. Trainer Rolf Landerl nahm einen Dreifachwechsel vor und versuchte so, das Ruder noch herumzureißen. Fünf Minuten nach Wiederbeginn trafen sie prompt ins Netz, der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung aber zu Recht aberkannt. Amstetten befreite sich vom Druck der Hausherren mit abgeklärtem Defensivverhalten und hielt den Vorsprung geschickt. Klagenfurt gewann nun mehr Zweikämpfe, durch Fehler im Spielaufbau kamen sie aber nicht zu einem zählbaren Erfolg.
Im Laufe der zweiten Hälfte verflachte die Partie, Amstetten war dennoch weiterhin Chef am Platz. Eine Viertelstunde vor Schluss durfte Doppeltorschütze Peham gemeinsam mit Thomas Mayer runter. Patrick Enengl brachte mit Martin Grubhofer und George Davies positionsgetreuen Ersatz für die Offensive. Mit dem nächsten Angriff setzte Wimmer bei einem der wenigen Angriffe den Ball mit dem Kopf knapp neben das Kärntner Tor.
Klagenfurt wurde in der Endphase mit einem langen Freistoßball des eingewechselten Florian Jaritz gefährlich, wobei sich Tiago Estêvão beinahe überraschen ließ. Mit Mühe drehte er das Leder über die Querlatte zur Ecke. Entscheidenden Druck konnte die Landerl-Truppe aber nicht entwickeln, zu sicher agierte das Amstettner Kollektiv an diesem Nachmittag. In den letzten Minuten kam Youngster Valentino Massimiani für Felix Köchl ins Spiel und konnte schon bald über den tollen Auswärtssieg jubeln. Am Ende passierte nichts mehr, der Dreier war eingesackt! Mit dem ersten Sieg im Wörthersee Stadion – dem dritten Auswärtssieg in Folge - geht der Erfolgslauf unserer Mannschaft auch nach der langen Pause weiter.
Fotos: GEPA pictures