First Vienna FC - SKU Ertl Glas Amstetten 1:0 (1:0)

SKU verliert erstmals: Knappe Niederlage bei der Vienna

Admiral 2. Liga – 5. Runde / FR, 28.08.2026 / 18:30 Uhr
Naturarena Hohe Warte, SR Josef Spurny

Tor:
1:0 Soukouna (41.)

First Vienna FC:
Unger – Gruber (80. Ungar), Bauer, Gantschnig – Marte, Luxbacher (66. Jung), Breit (66. Mrzljak), Prohart, Rosenberger – Anselm (56. Monschein), Soukouna (56. Zimmermann)

SKU Ertl Glas Amstetten:
Estêvão – Deinhofer (67. Pursall), Offenthaler, Wimhofer – Köchl, Wimmer (67. Haider), Hajdini, Lipczinski (82. Schönegger) – Vötter, Steiger (70. Mayer) – Peham (82. Zellhofer)
 

Gelbe Karten:
Soukouna (9.), Breit (65.) bzw. Steiger (30.), Peham (63.)

Das Duell mit der Vienna ist für den SKU ein besonderes, denn auf der Hohen Warte gibt es ein erstes Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Ex-Trainer Patrick Enengl, der die Amstettner im Sommer nach 3 erfolgreichen Jahren in Richtung Wien verlassen hat. Er kennt den Großteil der SKU-Spieler natürlich bestens und hat die Vienna optimal auf den heutigen Gegner eingestellt.

 

Der SKU ist nach 4 Liga-Spielen noch ungeschlagen und darf deshalb durchaus selbstbewusst ins Spiel gehen. Trainer Andreas Gahleitner schickt dieselbe Startelf aufs Feld, die auch letzte Woche beim 1:1 gegen Hertha Wels begonnen hat.

 

Gute Chancen in der Anfangsphase

Die Vienna macht von Start weg Druck aufs SKU-Tor und hat nach 4 Minuten gleich eine Topchance auf die Führung: Die Amstettner können einen Rosenberger-Freistoß nicht klären, Gantschnig spitzelt den Ball aufs Tor, zum Glück steht Lipczinski auf der Linie und kann das frühe Gegentor gerade noch verhindern.

 

Wenig später dann eine Schrecksekunde: Nach einem Zusammenstoß mit Soukouna muss Torhüter Estêvão behandelt werden, kann aber weiterspielen. Dass er die Aktion gut überstanden hat, sieht man nach einer Viertelstunde, da pariert er einen Weitschuss von Luxbacher sicher.

 

Die erste Chance für den SKU ist dann gleich eine hochkarätige: In der 17. Minute kommt Vötter nach einem Querpass von Lipczinski im Strafraum völlig frei zum Schuss, scheitert aber an Vienna-Goalie Unger. Schade, da wäre mehr drin gewesen! In den nächsten Minuten ist der SKU dann zwei weitere Male gefährlich im Strafraum. Steiger und Hajdini haben jeweils viel Platz und Zeit, schießen aber deutlich über bzw. neben das Tor. Die Chancenverwertung ist leider schon wieder nicht optimal – immerhin ist der SKU jetzt gut im Spiel.

 

Vienna vergibt Sitzer und geht doch in Führung

Nach einer halben Stunde reklamieren die Amstettner dann ein Handspiel eines Vienna-Verteidigers im Strafraum, die Pfeife von SR Spurny bleibt aber stumm. In dieser Phase zieht die Vienna das Tempo wieder etwas an, kommt ein paar Mal gefährlich in den Strafraum und einmal hat der SKU dabei Riesenglück: In der 36. Minute legt Prohart eine Flanke ideal ab für Anselm, aber der schafft das Kunststück, übers Tor zu schießen. Unglaublich, dass der nicht drin war!

 

Bei der nächsten Aktion ist die Vienna dann kaltschnäuziger. Nach einer Ecke kann der SKU nur kurz klären, Marte macht den Ball nochmal scharf, Deinhofer rückt zu spät raus und hebt das Abseits auf und diesmal haut Soukouna den Ball ins Netz – 1:0 in der 41. Minute. Man muss leider sagen, die Führung für die Vienna hat sich abgezeichnet und ist zu diesem Zeitpunkt auch verdient.

 

Bis zur Pause feuert Steiger noch einen Weitschuss ab, die Vienna ist bei einem Eckball gefährlich und dann geht’s mit einem Zwischenstand von 1:0 in die Kabinen.

 

Wenig los nach der Pause

Die zweite Hälfte beginnen beide Teams zunächst unverändert, der SKU bemüht sich sichtlich um den Ausgleich, ist aber nicht zwingend gefährlich. Nach der Pause ist generell nicht viel los, das Spiel flacht leider völlig ab. Bei der Vienna fehlt der Nachdruck, mit einem zweiten Tor die Partie möglicherweise vorzuentscheiden, defensiv halten die Wiener die Gäste aber überwiegend in Schach. Erst mit den Wechseln in der Schlussphase kommt wieder mehr Schwung ins SKU-Spiel.

 

In der 73. Minute feuert Peham einen Schuss aufs Vienna-Tor ab, Goalie Unger kann parieren. Für Peham sind die Spiele auf der Hohen Warte auch immer etwas Besonderes, er war ja 2 Saisonen lang bei den Döblingern unter Vertrag. Diesmal gelingt ihm allerdings kein Tor gegen seinen Ex-Verein.

 

Die Schlussphase ist spannend, weil der SKU mit nur einem Tor seine weiße Weste retten könnte. Köchl und Offenthaler sorgen auch mit guten Aktionen für Gefahr, aber eine klare Ausgleichsmöglichkeit fehlt leider bis zum Schluss.

 

In der Nachspielzeit gibt es noch zweimal Gefahr für das SKU-Tor. Zunächst nach einem Missverständnis zwischen Estêvão und Wimhofer, Estêvão klärt am Ende den Ball vor Vienna-Stürmer Zimmermann. Dann prüft der eingewechselte Jung Estêvão mit einem guten Weitschuss – da muss sich der SKU-Schlussmann ordentlich strecken, lenkt den Ball aber an der Stange vorbei.

 

Die Vienna bringt den knappen Vorsprung über die Zeit und gewinnt mit 1:0. Überzeugend war die Leistung der Enengl-Elf über weite Strecken nicht, aber am Ende macht eben ein Tor den Unterschied. Damit muss sich der SKU im 5. Ligaspiel erstmals geschlagen geben.

Fotos: GEPA Pictures

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