News SKU Ertl Glas Amstetten

FC Liefering - SKU Ertl Glas Amstetten 1:0 (0:0)

SKU verliert Spiel in der Nachspielzeit

2. Liga - 7. Spieltag / FR 14. September 2018 / 19.10 Uhr
Red Bull Arena Salzburg,  423 Zuschauer, SR Alain Sadikovski
 

Amstetten präsentiert sich in der Red Bull Arena läuferisch und taktisch stark und kommt auch zu mehreren Chancen. Erst in der 92. Minute glückt den Jungbullen der entscheidende Treffer aus einem Eckball, der SKU muss die erste Auswärtsniederlage in der jungen Bundesliga-Geschichte einstecken.

 

Tore:
1:0 Dembélé (92.)

 

Gelbe Karten:
Gazibegovic bzw. Peham, Holzer, Offenthaler

 

 

FC Liefering:
Köhn – Gazibegovic, Dembélé, Stumberger – Camara, Diakite, Stosic (46. Szoboszlai), Kim (46. Schmid), Leskosek - Adeyemi, Koita (70. Anselm).

 

 

SKU Ertl Glas Amstetten:
Gschossmann – Deinhofer, Holzer, Muhamedbegovic, Pudelko – Scharner, Hinum – Drga (81. Lachmayr), Offenthaler (64. Vukovic), Peham – Markic (66. Uhlig).

 

 

Ein bärenstarkes Heimteam traf auf die bisher in der Fremde so starken Aufsteiger aus Amstetten. Die Lieferinger wollten gegen den SKU ihre Heimstärke weiter unter Beweis stellen und nach den letzten drei mageren Runden wieder voll anschreiben. Die Struber-Elf holte in den bisherigen drei Heimspielen sieben Punkte und kassierte dabei nicht ein einziges Gegentor! Amstetten wollte auch im vierten Auswärtsmatch ungeschlagen bleiben und die Torsperre der Salzburger brechen. Die Mostviertler traten dabei mit einer an drei Positionen geänderten Startelf gegenüber dem Vorwärts-Spiel an.

Gleich zu Beginn prüfen beide Teams die Widerstandsfähigkeit des Aluminiums. Schon in der 2. Minute tankt sich David Peham an der linken Flanke durch und flankt hoch zur Mitte, Michael Drga setzt den Ball aber ans Lattenkreuz. Gleich im Gegenzug finden die Salzburger eine erste Chance vor und kurz darauf trifft Angreifer Sekou Koita auch nur die Querlatte (6.).

Die Heimischen erarbeiten sich mit ihrem schnellen Direktspiel immer mehr Spielanteile, doch weitere zwingende Chancen bleiben zunächst aus. Der SKU profitierte beinahe von einem Blackout von Dembélé. Daniel Scharner kann das Geschenk aber nicht nützen, den Torhüter Köhn dreht seinen Schuss aus 18 Metern über die Latte (18.). Liefering erhöht in der Folge den Druck und der SKU muss immer öfter die Notbremse ziehen. Gegen Ende des ersten Durchgangs hat Amstetten zweimal großes Glück, dass es torlos in die Kabinen geht. Zunächst klärt Kapitän Mario Holzer im letzten Moment und dann rettet Felix Gschossmann mit einer tollen Fußabwehr gegen den durchgebrochenen Jung-Min Kim, der nach den Asien-Spielen wieder in den Kader der Salzburger zurückkehrte. Bei einem umstrittenen Abseits-Pfiff gegen den Lieferinger Adeyemi hatte der SKU ebenfalls eine Portion Glück.

Die zweite Hälfte begann wie die erste, nämlich mit einer Riesenchance für den SKU. Zunächst wird Michael Drga im letzten Augenblick am Abschluss gehindert, dann schießt Marjan Markic über die Latte (46.). Auch Jusuf Gazibegovic scheitert wenige Minuten später auf der anderen Seite und lässt die sicher scheinende Führung aus. Beinahe fahrlässig lässt dann Marjan Markic die nächste Topchance ungenützt. Nach einer Hereingabe von der linken Seite scheitert er aus sechs Metern zunächst am Lieferinger Schlussmann und letztendlich an der rechten Stange (60.). Das Match entwickelte sich nach einer Stunde Spielzeit zu einem Spiel der vergebenen Chancen!

Nach 63 Minuten kommt Amstettens Toptorjäger Milan Vukovic anstelle von Offenthaler in die Partie. Teamchef Robert Weinstabl und Trainer Zeitlhofer erkennen, dass nun jeder Ausgang in diesem Spiel möglich ist. Kurz darauf ersetzt Flo Uhlig Angreifer Marjan Markic. Das Tempo bleibt weiterhin sehr hoch, Uhlig kommt mit seinem ersten Ballkontakt zu einer halben Torchance an der Strafraumgrenze der Salzburger. Der eingewechselte Lieferinger Anselm wird von Mario Holzer nur mit größter Mühe am Abschluss gehindert, die Partie bleibt ein offener Schlagabtausch.

Zu Beginn der Schlussviertelstunde müssen sowohl Felix Gschossmann als auch Tobias Anselm nach einem Kontakt bei einer Flanke in den Strafraum kurz behandelt werden, doch beide können weitermachen. Liefering riskiert jetzt und macht mächtig Druck, Gschossmann im SKU-Tor tritt immer mehr in den Mittelpunkt. Zunächst hat der SKU bei einer Lachmayr-Attacke im Strafraum an Szoboszlai Glück, dass es keinen Strafstoß gab. In der 90. Minute pariert Gschossmann einen gefährlichen Schuss von Anselm, der zum alles entscheidenden Eckball führt. Der Corner-Ball von der linken Seite wird an der kurzen Fünferecke von Mahamadou Dembélé leicht abgefälscht und kann vom SKU-Keeper nicht gebändigt werden. Der Ball zappelt in der 92. Minute zum 1:0-Sieg der Lieferinger im Netz. Eine kämpferische und auch taktische Sonderleistung des SKU bleibt unbelohnt, die erste Auswärtsniederlage der Saison ist bittere Realität.

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